Das Harry-Potter-Museum

  • Guten Abend zusammen,


    dann wage auch ich mich mal an ein waschechtes MOD. Und ich habe mich gleich des Themas "Harry Potter" angenommen.

    Wollt ihr wissen, wie das kam?

    Das kam nämlich so:


    I. Einleitung


    Über ein paar Jahre hatte ich den bei meiner Tochter Yolanda (aka Alucarda ) so altersbedingt wie unvermittelt ausbrechenden Potter-Hype nach Kräften unterstützt, nachdem der Twilight-Hype bei ihr wieder abgeklungen war. Dazu musste ich etwas tun, was ich sonst nicht tue: Sets kaufen. Zwar nicht ganz zum Vollpreis (die Mitgliedschaft in unserem Verein Schwabenstein 2x4 e.V. macht's möglich ...), aber immerhin - teuer genug. Der damit bei Yolanda ausgelöste Bauspaß war's wert, und die kleine Sammlung auf ihrem Regal war hübsch anzuschauen. So hätte es nun friedlich weitergehen können, denn auch der sich mählich sammelnde Staub war hübsch anzuschauen ...


    Doch dann geschah, was geschehen musste: Eines Tages eröffnete mir Alucarda, dass die Ära derer von und zu Potter bei ihr nunmehr vorbei sei und das andere junge Männer in ihrer Gunst stünden, nämlich ein paar sehr junge, sehr glatte, sehr verwechselbare Idole aus Fernost, die der sogenannten K-Pop-Welt zuzuordnen sind. Zu dieser haben auch noch so aufgeschlossene Daddies leider keinen Zutritt, zumal nicht, wenn sie mit ihren ahnungslosen Werturteilen bei ihren Töchtern jenes Augenverdrehen auslösen, das ... aber ich schweife ab. Wer Töchter im entsprechenden Alter hat, weiß, wovon ich spreche, und wer es nicht weiß, z.B. weil er nur Söhne hat, ist ein glücklicher Herr Papa. (Na ja, dafür hat er sein Gfrett mit anderen Themen ...)


    Mir blieb, Yolanda den solcherart abgemeldeten Potter-Kram aus den Augen und damit in meinem Besitz zu schaffen.


    Dies ist also die Voraussetzung für das folgende Baugeschehen. Dieses beginnt wie so oft mit einer ersten groben Skizze.


    II. Vorspiel



    Ich hatte nämlich nach einer Umstrukturierung meiner Projekte-Kiste (sprich: nach Abriss von nicht mehr Benötigtem oder anderweitig Überflüssiggewordenem) einige der schönen, soliden 16x16-Platten in tan wieder verfügbar und fand die Idee reivoll, sie in einem lichtdurchfluteten Eckbau einzusetzen. Und einen solchen brauchte ich ja, um mein CC-Haus-Projekt weiterzubringen.


    Im Entwurf ist ein deutlicher Schwachpunkt zu sehen, nämlich die Gestaltung des Eingangsbereiches. Was beim "Int-Europe"-Bürogebäude noch angängig gewesen sein mochte, nämlich eine Tür-Lösung an einer der Gebäudeseiten, ging hier nun erklärtermaßen nicht mehr. Es gefiel mir schlicht nicht. Die Lösung lautete: Bricklink.


    III. Hauptspiel



    Tataa ... und da steht die brandneue Ecktür, frisch dem Postboten gewissermaßen aus der Hand gerissen. Und auch die Peitschende Weide hat schon ihren Platz eingenommen. Und teilt mit: Wenn ich über mehrere Etagen wachsen soll, wirst du mit deiner Anordnung der 16x16-Platten nicht weit kommen. Wisch dir das von der Backe!



    Denn wenn du dir die Situation rechts im Bild, wo es ins nächste Geschoss geht, genauer anschaust, wirst du sehen, dass eine 8x16-Platte genau richtig wäre. Eine 16x16 würde zu groß, jedenfalls kriegst du dann die Treppe nicht mehr gescheit unter: das würde alles zu eng geraten. Vier Noppen bis zum Fenster sollten mindestens frei bleiben, sonst schaut's bleed aus. Was da jetzt liegt, ist eine 6x16-Platte und eine 2x16. Eine weitere 2x16 würde die Lücke schließen, das ja. Aber dann hast du eine kostbare 6x16 und zwei noch kostbarere 2x16 verballert, wo es eine 8x16 perfekt täte. Will sagen: Bricklink.



    Beim Warten auf die Sendung hatte das Personal schon mal Aufstellung genommen und Hedwig ihren ersten Probeflug hinter sich gebracht.



    War da die Freude groß, als der Postbote endlich klingelte. (Das Bild ist euch bereits bekannt, ihr kennt es aus diesem Beitrag.)



    Die erste Etage. Im Erdgeschoss sollte links ursprünglich eine kleine Küche hinein (daher der abweichend gestaltete Boden) und rechts hinter die Tür ursprünglich der Waschraum. Die Küche musste dem Kamin aus der Hogwartshalle weichen, und erst allmählich reifte die Entscheidung, (nach einem entscheidenden Hinweis von Luggi ) aus dem Bau ein Museum zu machen. Das eröffnete die Möglichkeit, ziemlich viel Kram aus der Potter-Kiste unterzubringen. Zum Beispiel dieses Giebel-Ensemble. Die Spiegeltür unten rechts gehört auch dazu


    .


    Blick ins Erdgeschoss, Fokus liegt auf der Ratte. Und die Weide ist größer als angenommen ...



    Gewissermaßen ins Schaufenster gestellt und von der Straße aus gut zu sehen.



    Zwischenstand. Ich sollte noch lernen, wofür die trans-neon-grüne Leuchte eigentlich gedacht war ...



    Der Deckel über der Weide schließt sich. Endlich können die Etagen durch den Baukörper "wandern".



    Kopfzerbrechen bereitete diese Gestalt. Sie ist höher als eine Etage, das heißt: Sie kann nicht unter einer Ebene stehen. Womit der Einsatz einer weiteren 16x16-Platte ausfiel. Worauf ich mich bei Bricklink endlich mit einem Stoß 8x16-Platten bevorratete. Ich kann so nämlich nicht arbeiten ..


    .


    Da die Etagen leider nicht abnehmbar gestaltet werden konnten, habe ich bereits beim Bau all die Bilder gemacht, die später, nach Vollendung, nicht mehr möglich sein werden.



    Mit dem Nachschub auf dem Tisch ging's recht zügig voran mit dem Bau.



    Wo die Treppen hinkommen sollen, war ein ständiges Ringen um die bestaussehenden Lösungen. Vier Noppen, finde ich, sollte ein Gang breit sein. Die 4x8-Platte hatte ich noch im Altbestand. Was aber soll man mit einer einzelnen tanfarbenen 4x8-Platte anfangen? Antwort: Sie genau hier einsetzen. Auch wenn sie ein paar Jahre darauf hat warten müssen ...



    Um Geländer habe ich mich übrigens nicht gekümmert. Man sollte als Besucher also schwindelfrei bzw gut versichert sein ...



    Das sind so Fundsachen aus der Potter-Kiste, die sich im Schaufenster gut machen. Was die Frage aufwirft, wer eigentlich für das Kuratorium dieses Hauses verantwortlich zeichnet?



    Er ist es übrigens nicht. Die Kiste übernimmt nun doch die Funktion eines Geländers ...



    Langsam nähern wir uns dem Höhepunkt des Bauvorhabens: Der Ein- und Anpassung der Großen Hogwarts-Halle. Da das nicht mein Entwurf ist, habe ich dieses Foto gemacht, damit ich weiß, wie das aussehen muss. Ich vergaß nämlich zu erwähnen, dass Yolandachen die Original-Bauanleitungen beizeiten entsorgt hatte. Und ich vergaß zu erwähnen, dass ich vorher schon einmal versucht hatte, aus dem Potter-Material eine Etage für den Bunten Turm zu schnitzen. Was erklärt, warum vom Original-Set nur Trümmer und Fragmente übrig waren, die breit verstreut auf meinem zweiten Bautisch lagen.


    Wie's also mit der "Krönung" des Museums weitergeht, erzähle ich demnächst.

    Seid ihr dann wieder dabei? Würde mich freuen!


    Bis dann!

    Grüßle

    Zypper

  • IV Exkurs


    Nähern wir uns dem eigentlichen Höhepunkt dieses Projektes: Die Unterbringung der drei Fassaden des Original-Sets 75954 von 2018. Hier ist es grad nochmal:



    Zu erkennen ist die nach einer Seite offene "Große Halle", die damit bespielt werden kann wie ein Puppenstübchen. Sie steht auf einer Art angedeutetem Felsen und führt über das Eingangstor zu einem kleinen Vorplatz, von dem aus es zum Turm geht. Prägend für die Halle ist ein Konstrukt aus Technic-Elementen - hier schwarzen Lochbalken- das die Halle in ganzer Länger überspannt, um Leucher und Wappen aufzunehmen. Es liegt auf den beiden Giebel-Fassaden auf. Im Bild links "verschwindet" das Konstrukt unter dem kleinen Vordach, im Bild rechts hingegen offenbart sich das Dilemma der Gestalter dieses Sets:


    75954 Original - Kopie.jpg


    (Ich kriegs leider nicht größer hin ...)

    Da prangt nämlich im voll sichtbaren Bereich ein schwarzer Fleck, der die Farb-Ästhetik meinem Dafürhalten nach empfindlch stört: Schwarz "passt " einfach nicht zu (schönen!) Erd-Tönen dieses Sets. Wenigstens Neudunkelgrau hätte man hier wählen können, um "im Schema" zu bleiben, wenn man schon davor zurückgescheut ist, die Technic-Lochbalken in tan springen zu lassen. Geben tut es sie nämlich. Gut, in der Halle selbst fällt der schwarze Träger nicht so auf und passt unter Umständen farblich besser zur Umgebung. Aber dann hätte man sich an der Fassade mehr Mühe geben und eine andere Lösung finden müssen: Das Konstrukt verkürzen und die Lücke mit tanfarbenen Technic-Lochbalken füllen, was weiß ich.


    So, und nun genug mit'm Design-Bashing. Weiter geht's!


    V Zweiter Hauptteil



    Die wichtigsten Eingriffe sind:

    - Absenkung um eine Stein-Lage;

    - seitenvertauschte Anordnung der Treppengiebel;

    - Verkürzung der Hallen-Länge um ein paar Noppen;

    - völlig Entkernung (bis auf den Pokal auf dem Sims, der störte nicht weiter.)


    Noch "steht" die Ecke ...



    ... aber nicht mehr lange. Zu sehen ist der Zustand des ziemlich langen Ausprobierens, denn allzu weit sollte das Vordach auch nicht auskragen, schließlich soll das Museum auch noch in einen Transportkarton passen. Daher kam der "Ecklösung" eine besondere Bedeutung zu. Fixpunkt für die Fensterstrecke war die 1x1-Säule, die bereits im Erdgeschoss angelegt und über die gesamten Etagen beibehalten wurde. Sie strukturiert die leichte Eintönigkeit der Glasfassade ein wenig, daher konnte das oben nicht einfach aufhören ... Diese Entscheidung machte aber an der Ecke links jede Menge Scherereien!



    Hinzu kam noch ein ganz anderes Problem, denn plötzlich kamen die vier Ingenieure mit dem blauen Ford Anglia um die Ecke und sagten: "Der gehört doch eigentlich in die Krone der Peitschenden Weide!"


    Womit wir beim Gebrauch des Wortes "eigentlich" im Zusammenhang mit der Interpretation eines offiziellen Sets wären.


    Ich wollte das nicht vertiefen, jedenfalls meinten meine vier Jungs:

    "Der Ford muss mit rein!"

    Und ich so: "Äh, da oben? Unterm Dach?"

    Und die so: "Ja, willst du unten eine Garage einbauen? Jetzt noch?"

    Natürlich wollte ich das nicht. Es hätte praktisch den Abriss und Neubeginn von Grund auf bedeutet.



    Blick auf die bereits geflieste und "eingerichtete" Etage. Links der Vorstandstisch, die Halterung für einen Hut, in der Ecke ein Tischchen mit Zeug (war noch im Haufen und passte gut dahin) über der Tür zwei Wappen aus dem Quiddich-Set; der Querträger ist noch in Arbeit.




    Auch auf der anderen Seite gibt es Fortschritte; ein paar der Bogenfenster haben ihrem Platz über dem (noch unbeleuchteten) Ruderboot gefunden. Deckel drauf, und der Ford hat seinen Platz!



    Der schwarze Träger ist längenangepasst, d.h. neu gebaut, und mit der eigenmächtigen Montage der Wappen rächt es sich, wenn man schlauer sein will als der hauptamtliche LEGO-Designer. So nämlich wird das Wappen dem Dach im Weg sein.


    Apropos Dach: Da ich das Set 1. nicht selber errichtet habe und 2. auch nicht auf "die Trümmer" zurückgreifen konnte, um es zu rekonstruieren und da ich 3. mit allen meinen Versuchen gescheitert war, das Dach selber halbwegs ansehnlich auf den Stuhl zu kriegen, war ich doch tatsäschlich gezwungen, die Original-Bauanleitung zu konsultieren. Ohne den Download auf lego.com wäre ich jetzt ganz schön aufgeschmissen gewesen.


    Ich muss nicht extra erwähnen, dass die Länge des Daches aus einer ungeraden Noppenzahl gebildet ist?



    Der Dachquerträger ist eingepasst, Baufreiheit für die Dachbedeckung ist geschaffen, nun sieht die Sache so aus:



    Yolanda zeigt sich nach anfänglicher Skepsis ("So sieht ein Harry-Potter-Haus aus von einem, der keine Ahnung von Harry Potter hat.") ab hier begeistert, weils nun schon viel pottrischer ausschaut.


    Aufmerksamen fällt bei der Analyse der Dachgestaltung mit den "Tan Slope 45 1x1 Double" (Teil 35464) auf, dass nur 10 davon zum Einsatz gekommen sind. Grund: ich konnte auf dem Tisch nur 11 finden, ich weiß nicht, wo das zwölfte abgeblieben ist. (Wie man sieht, funktioniert das alte Spielchen "Einer fehlt immer!" auch hier.) So blieb mir nur, diese 10 unterzubringen, und dabei "half" mir einmal, ein einziges Mal die ungerade Noppenzahl des Daches - und ganz nebenbei konnte ich die ungeschickte Gestaltung des Original-Daches, das ja diese Lücke da in der Mitte lässt, elegant korrigieren. Natürlich "fällt das nicht auf." Wäre ja auch schlimm, wenn es auffiele ...



    Was ich - wie zu erkennen - schweren Herzens beibehalten habe, ist dieser "schwarze Fleck" im Giebel. Das ist nicht, weil ich's nicht besser konnte oder wusste, sondern sozusagen aus konservatorischen Gründen. Wenn schon Wiedererkennbarkeit, dann auch in diesem Detail. Der Denkmalschutz hat sich durchgesetzt ... Hat wer schon mal ein altes Haus restauriert? In echt, meine ich?



    VIel wichtigere Probleme gilt es zu lösen: Der Übergang vom "historischen" Gebäudeteil zum "modernen". Gesetzt ist außerdem, dass das Dach transparent ausgeführt werden soll, damit möglichst viel Licht ins Innere gelangen kann. Da melden sich plötzlich Dachelemente, die mal zu einem Schienenfahrzeug gehört haben müssen. Weiß jemand, zu welchem?



    Das sind Zeugnisse des Herantastens an die endgültige Lösung. Dieser Abschnitt des Bauens hat am längsten gedauert und mit der Lösung der vielen "Probleme" am meisten Spaß gemacht. Wie soll es zum Beispiel über dem schwarzen Querträger weitergehen?




    Und dann ist ja noch dieser Pain-In-The-Ass unterzubringen. Man muss nicht sehr genau hinschauen, um zu sehen, dass der länger als 16 Noppen ist, gell? Also mit der Schnauze aus dem Gebäude herausragt. Womit die Etage offen bleiben muss. Was in der Konsequenz den Einsatz von Bogenelementen erforderlich machen wird. Die aber rechts, wo es zum "historischen" Teil geht, irgendwo aufliegen müssen. Aber wo? Und wie? Lange Denkpausen, viel provisorisches Bauen, viel Verwerfen. Mit einem Wort: eine einzige Wonne!!



    Das Auto muss wenigstens sicher stehen. Und in die Gestaltung des Fliesenbodens soll es sich auch einfügen. Der Bogen ist gefunden, ein Kompromiss (was denn sonst?) für den Übergang ebenso; wichtig war, dass das kleine Vordach erhalten bleibt. Aber es war nun mal im Weg und musste irgendwie umwachsen werden ...



    Wie befürchtet: Die Aufhängung der Leuchten konnte so nicht bleiben. Zu meiner großen Überraschung hatte ich noch einen einzigen 1x3 Liftarm zur Hand ...



    Diesen großen Bogen aus einem anderen Original-Set (soweit ich weiß) hätte ich gern für die Fassade verwendet, wo der Ford rausschauen soll. Aber dafür ist er zu breit! Nun soll er halt an diese Stelle. Rechts geht's problemlos. Aber was ist "links"? Da muss die Aufsetznoppe erst noch aus der Etage wachsen. Zum Glück gebrachs nicht an tanfarbenen 1xx-Basics ...



    Auf dass keine Noppe ungenutzt bleibe!!



    Fortschritte beim First rechts. Links der erste bescheidene Versuch, den Deckel zur Ford-Garage draufzukriegen.


    Wir sehen den zweiten Versuch: Spezialanfertigung auf transparenten 6x8-Platten (aus der Raumfahrt ...) MIt großem Aufwand konstruiert - und einfach nicht überzeugend ...




    Nee, auch von oben nicht ...


    Wie wird es nur weitergehen mit dem Dach? Wird es je geschlossen werden, können wir schon bald Richtfest feiern? Wird's überhaupt jemals fertig?


    All das und noch viel mehr erfährt, wer dranbleibt!


    Bis dann

    Gruß

    Zypper




  • Mit dem großen Speisesaal oben auf dem Gebäude (und dem dadurch gegebenen neugotischen Dach) könnte das Hochhaus auch in Gotham stehen.


    Bin gespannt, wie das fertige Haus aussehen wird.

  • Klar bleib ich dran.

    Den ganzen Potter "Kram" hab ich ja auch zu liegen. Aber auf die endlosen Fenster bin ich etwas neidisch 🤣

  • VI Finale


    Zu lösen war weiterhin das Dachproblem, nachdem der erste Versuch gescheitert war.



    "Gesetzt" ist demnach, dass drei 45411 den Bau in gesamter Breite überspannen, gekrönt von einer Reihe 28659, weil diese die Rundung so schön aufnehmen und das Dach abschließen. Das Dach vermittelt überzeugend zwischen "alter" und "moderner" Bauweise.


    "Hinten" ist erkennbar, die drei weitere 45411 aufeinanderklettern ... das kann natürlich nüscht werden ... Höhepunkt soll das Original-Türmchen werden, da kann das hintere Dach nicht einen neuen optischen Fixpunkt bilden. FInde ich.



    Es ist die Not des geringeren Platzes, der zur Verfügung steht.



    Endlich bahnt sich eine Lösung an. Sie passt, fügt sich harmonisch ein und nimmt dem Türmchen nichts von seiner Wirkung.



    Ja, es stimmt auch von dieser Seite.



    Jetzt wurden nur noch ein paar Details verbessert, um die Optik zu harmonsieren.

    Der dunkle Streifen über dem Tor verschwand, und das Dach wurde noch einmal um eine Lage tan-Platten angehoben. Damit tritt optisch der Bau hervor, und das Dach ist deutlicher abgegrenzt.


    VII Nachspiel


    Nun beginnt das eigentliche Kennenlernen des Baus. Auf Fotos entdeckt man nämlich - nach meiner Beobachtung - was dem bloßen Augen schelmischerweise zum Teil jahrelang verborgen bleibt. Überhaupt muss so ein "fertiger" Bau eine Weile auf dem Tisch stehenbleiben und sich den flüchtigen Alltagsblicken "im Vorbeigehen" aussetzen. Auch hierbei entdeckt man noch einiges, was plötzlich besser geht ...



    Vorläufiges Amtliches Bauergebnis, die "Werksaufnahmen". Änderungen sind natürlich noch möglich, reißen den Bau aber insgesamt nicht mehr um.



    Lichttest mit externer Leuchtquelle. Übernehmen die absichtlich großen Glasflächen die Aufgabe, die ihnen zugedacht ist? Hier: Transparenz und Strahlkraft simulieren.



    Detailsuche. Es zeigt sich, wie zerkratzt angeblich "neue" Fenster sind. (Zugegeben: Sie waren schon mal im Einsatz. In der Kiste sehen sie immer schön glatt und neu aus ...)



    Erster Tageslichttest aus anderere Perspektive. Gemerkt? Über dem Tor links ist der Besen dazugekommen, der die Rundung des Bogens aufnimmt, und die Löcher von 45411 sind mit ein paar Greebles geschlossen worden. Beides aus dem Quiddich-Set.



    Große spiegelnde Flächen sind nicht ohne Risiko beim Fotografieren, wenn man die Umgebung nicht versehentlich doch mit einfangen will.



    Hier der erwähnte überarbeitete Übergang vom Gebäude zum Dach. Viel harmonischer, wie ich finden. Mit einer bestimmten Stelle bin ich aber immer noch nicht zufrieden. Welche könnte das sein? (Handelt sich nur um 1 Noppe ...)


    Das wär's im Wesentlichen.


    Frohen Gruß und frohen Sonntag noch!

    Zypper

  • cooles Bauwerk! Sagte ich ja schon 😊

    Welche Noppe?


    Vielleicht hier?


    Selbstkritik ist ja stets die strengste🤣

    Mir gefällt es so wie es ist.

  • @Guido:


    Der Kandidat hat 99 Punkte!

    Ab 100 jibbet ne aufblasbare Waschmaschine!!


    Grüßle

    Z

  • Oben schrieb ich:


    "Aufmerksamen fällt bei der Analyse der Dachgestaltung mit den "Tan Slope 45 1x1 Double" (Teil 35464) auf, dass nur 10 davon zum Einsatz gekommen sind. Grund: ich konnte auf dem Tisch nur 11 finden, ich weiß nicht, wo das zwölfte abgeblieben ist. (Wie man sieht, funktioniert das alte Spielchen "Einer fehlt immer!" auch hier.)"



    Es ist inzwischen wieder aufgetaucht. Lag irgendwo auf dem Boden herum und fand sich an, als in Sachen Museums-Dach alle Messen gesungen waren ...


    Tja.


    Wer kennt das Problem auch?


    Grüßle

    Zypper

  • Juhu,


    gestern beim Einräumen der beiden jüngsten Leucht-Häuser fiel mir ein, dass ich euch zeigen könnte, wie ich die MOCs transportiere. Der Transport ist nämlich ein Problem, das man mMn nicht vernachlässigen sollte ...


    Die Häuser stehen auf 32er-Grundplatten, füllen diese aber nicht vollständig aus, es bleibt ein unbebauter, weicher Rand. bei normalen CC-Häusern wäre das kein Problem, die sind vergleichsweise leicht. Meine Fett-Bauten sind da naturgemäß anders. Stelle ich so ein schweres Haus nun auf ein Tuch und hebe es an, biegt sich die Platte nach innen, und das Haus könnte Schaden nehmen. Abhilfe:



    Ein fester Untergrund, hier in Form eines auf Maß geschnittenen Spiegels. (Ein Überbleibsel eines aufgegebenen Projektes, es funktioniert natürlich auch mit einem Stück Holz zum Beispiel ...)



    Auf diesen Spiegel stelle ich vorsichtig das Haus. Am besten, man schiebt es auf dem Tisch auf den Spiegel. Anheben, am liebsten schön weit oben, ist immer sehr riskant ...



    Nun kann ich die Enden des Tuches nach oben schlagen ...



    ... und das Ganze vorsichtig anheben, "verkranen", wie ich scherzhaft dazu sage.



    Das landet - extrem vorsichtig, versteht sich - dergestalt in der größeren Kiste, dass die Tuchenden herausschauen. Das erleichtert das spätere Herausheben enorm. Denn wenn der Bau - ohne Tuch - erstmal in der Kiste ist, kriege ich ihn nie wieder gescheit heraus: Es ist einfach zu eng im Karton für zwei Hände plus MOC ...



    Schließlich fungiert der umgestülpte etwas kleinere Karton als Deckel. Das sieht zwar nicht schön aus und ist noch lange nicht die ideale Lösung für den Transport - massive Kisten wären besser, wenn auch ziemlich teuer - aber immerhin kann das MOC nun staubfrei auf der Bühne - wie man hier im Süden zum "Dachboden"* sagt - zwischengelagert werden.


    Frohen Gruß

    Zypper


    *oder wie sagt man bei euch dazu?

  • Ohja, Transport ist so eine ganz spezielle Geschichte. Viel hatte ich damit ja noch nicht zu tun. Aber die ersten Versuche waren schon sehr lehrreich.

  • *Speicher. Was nach unermesslichen Reichtum klingen mag, war in meiner linksrheinischen Heimat nichts anderes als der unausgebaute zugige Dachraum, in dem allmöglicher Kruschd verwahrt wurde.

    In meiner kurzen Zeit beim Landesdenkmalamt lernte ich auch mal eine Lucht kennen.

    Der Franke mag's ja gerne weich und spricht von seinem Buudn. Auf keinem Fall zu verwechseln mit einer Buddn. ^^