Der Rutschturm

  • Guten Abend zusammen,


    das jüngste und -aus dem Stand! - sehr erfolgreiche Projekt ist dieser Rutschturm. Zunächst die Grundplatte:



    Auf diese Grundplatte - die leicht zerleg- und damit transportierbar wird, kommt dieser Sockel:



    Dann folgt das eigentliche Hauptstück: Zwei Rutschbahnen, um die der Turm sozusagen herumgebaut ist:



    Dieser Turm wird mit Figuren bestückt, die gegen Spende ans Publikum abgegeben werden sollen:



    Nun wird auch klar, wo die "Eulenritter" abgeblieben sind?



    Die "Spielregeln":

    1. Nimm eine Figur

    2. Lass sie durch eine der beiden Rutschen rutschen.

    3. Nimm die Figur mit

    4. Hinterlasse eine Spende.


    Mit Gruß Dank für die Aufmerksamkeit

    Andreas

  • Die Premiere ging am vergangenen Wochenende im Technikmuseum Speyer über die Bühne, zu dem unser Verein Schwabenstein 2x4 e.V. als ausstellende Gäste geladen waren. Hauptattraktion war jedoch das Cosplay-Wochenende: Jede Menge Maskierte und Kostümierte liefen da durch die Hallen und gaben dem Raumfahrt-Umfeld noch einmal eine ganz besondere Note.



    Man beachte das LEGO-Logo in dem Aufsteller rechts: Den hatte TLC für uns springen lassen! Normalerweise halten die sich von Fan-Ausstellungen fern und achten jedenfalls darauf, dass ihr Logo eben nicht zu sehen ist!




    Hier widmet ein Mädchen namens Mona eine gefühlte halbe Stunde ihrer Lebenszeit, um Turm und Boden in aller Ausführlichkeit zu betrachten und die vielen Baudetails im Einzelnen zu würdigen. Sie machte mir klar,

    1. wie sehr ich genau solche Begegnungen in diesem Jahr vermisst habe;

    2. wie lohnend es ist, sich beim Bau alle erdenkliche Mühe zu geben, denn wenn es nur diese eine Mona ist, die ich mit meiner Arbeit erreicht habe - dann habe ich nicht vergeblich gebaut.

    3. wie wenig diese Zeiten wiederkommen werden, in denen Ausstellungen "ganz normal" waren. Denn auch in Speyer galt natürlich ein strenges Hygienekonzept. Nur deswegen gibt es überhaupt diesen Turm.



    Hier steht es nochmal in seiner ganzen figurenvollen Pracht. Kein anderer meiner Türme hat eine derartige Aufnahmekapazität. Ich kann arbeiten, ohne mich erheben oder auch nur eine Figur anfassen zu müssen.



    Die "Gefahren" lauerten nämlich ganz woanders :-))



    Vergleichsweise kontemplativ verlief der Zusammenbau der übrigen Give-Aways.



    Und die Begegnung mit ähnlich Bespleenten kam nicht zu kurz!



    Hier im Kreise meiner Mitaussteller (Sven (ensingx), Marvin (Tahispa), Patrick (thetravellingphotographer) und Joe. Daniel und Sohn sind leider nicht im Bild) mit Dankbarkeit für ein tolles Wochenende!


    Gern wieder!


    Frohen Gruß

    Andreas

  • Das war bestimmt mega cool. Das lassen die Bilder schon erahnen.

    Vielen Dank für die tollen Eindrücke.

    Vielleicht kann ich ja nächstes Jahr hinfahren, falls es eine Wiederholung geben sollte.

  • Guten Abend zusammen,


    ermutigt von dem überwältigenden Erfolg des Rutschturmes hatte ich mich ein paar Wochen später an die Fortsetzung, sprich: an den Bau einer weiteren Etage gemacht.



    Dabei musste zunächst das Problem des Übergangs von einem Rutschelement zum anderen gelöst werden. Die einzige "feste" Verbindung sind nämlich tatsächlich die Noppen der beiden lila Teile. Völlig ungewöhnlich für mich als Bautechnik, da ich bei modularen Lösungen ja "unfeste" Verbindungen nur über Fliesen usw bevorzuge, so dass die eine Etage locker auf der anderen aufliegt.



    Auch die Frage, wie herum es nun eigentlich weitergehen sollte, konnte bei der Gelegenheit beantwortet werden.



    Die Montage der 1x16-Langträger an die Rutschen offenbart mal wieder ein bekanntes Problem: Dass etwas passen müsste, heißt noch lange nicht, dass es auch wirklich passt. Ich erkläre es mir damit, dass die Rundungen den eigentlich rechten Winkel, in dem die Noppenreihe zum Element stehen müsste, um ein Winziges verändern. Alles im Toleranzbereich, ich weiß: Kindern fällt das nicht auf. Aber im "ernsthaften" Gebrauch macht es sich eben bemerkbar ...



    Es hilft nicht, nun die Rutschelemente als Referenzpunkte zu nehmen: Das verlagert das Problem nur. Daher musste ich von der massiven Baulösung Abstand nehmen und mir für die Halterungen etwas anderes einfallen lassen.



    Die Konstruktion bringt es mit sich, dass die Aus- bzw die Übergänge zur unteren Etage nicht ebenerdig mit dem Level der neuen "Grundplatte" abschließen, sondern in den leeren Raum darunter ragen. Das machte, um weiterbauen zu können, den Einsatz von (von mir so genannten) Prothesen nötig. Und das wird bedeuten, dass die Etage inskünftig nurmehr liegend transportiert werden kann...



    Und auf der hübschen Gummimatte steht das Ding, damit das Werkstück nicht dauernd wegrutscht. Sehr lästig!
    Kurze Zeit später flogen die Querträger raus, wie gesagt.



    Im "hinteren Teil", also da, wo praktisch die gesamte Stützkonstruktion für die Rutschen und die "Prachtfassade" hinkommt, geht es recht zügig voran. Und die Rutschelemente zeigen, wo es hingeht ...



    Zu erkennen ist schon, dass die zweite Etage im Gegensatz zur ersten viel "luftiger" gestaltet ist.



    An die Rückseite sollte wieder ein Schmuckfenster hin. Das rief die reichlich vorhandenen Winkel-Dots-Fliesen auf den Plan bzw aus der Schachtel d.h. auf den Tisch.



    So zügig es beim Bau der Seitenwände geht, so geduldig muss man beim Bau eines solchen Fensters sein ... Mehr als einmal machen die Steinchen, was sie wollen. Jedenfalls nicht so, wie ich will. Aber: was klage ich da? Warum mache ich das??



    Aber das Zwischenergebnis ist ganz nett anzuschauen, finde ich, und es lohnt jede Mühe. Habs auch via Instagram gleich dem Diego geschickt, dem Designer dieser Fliesen bei TLC, und der war (wie immer) begeistert zu sehen, zu was "seine" Fliesen alles gut sind. (Die Idee hab ich vom Ralf (ranghaal) entlehnt.)


    Fortsetzung folgt! Dann gehts mit der Doku der versprochenen "Prachtfassade" weiter.


    Wer nicht so lange warten möchte, tut sich den SWR-Beitrag an, da kommt's Rutschtürmle drin vor. Allerdings mit einem etwas seltsamen Kommentar. Link in der Signatur. Viel Spaß!


    Grüßle

    Zypper

  • Juhu und schönen Sonntag!


    Wie versprochen, zeige ich euch nun, wie die von mir so genannte "Prachtfassade" entstanden ist. Eigentlich ist sie nämlich weniger prächtig als vielmehr bunt. Sehr bunt!



    Im Laufe der Zeit hatten sich nämlich jede Menge bunter Platten angesammelt: Teils aus meinem Altbestand, teils aus Spenden, teils aus Zukäufen in ferner Vorzeit und angeschafft aus heute untergegangenen Motiven. Von keiner Farbe jedenfalls ist so viel vorhanden, dass ich damt etwa anfangen kann, und wie ihr ja inzwischen wisst, muss es schon viel Zeug sein, damit ich so richtig in Fahrt komme. Daher bleibt nur: Alles zusammenschütten und hoffen, dass ich die Vorderwand voll kriege: im besten Rainbow-Warrior-Stil, genannt auch BOLOCS ...



    Was ich bei aller Zufälligkeit versucht habe: möglichst keine gleichen Farben auf- bzw nebeneinander zu vebauen. Wer mag, kann sich gern die Mühe machen, meine "Fehler" zu finden.



    Verschärfend kommt hinzu, dass es sich beim Farbmix um alles andere als eine repräsentative Auswahl aller bei LEGO erhältlichen Farben handelt. Das Zäunchen vorn ist unterdessen golden geworden ...



    Jede weitere Schicht bauen ist ein schöner Stress, denn der Steinvorrat ist unübersehbar begrenzt. Inzwischen bemerke ich, dass ich bei den ersten Schichten zu großzügig war und unten Platten verbaut habe, die ich oben leicht mit reichlicher vorhandenem Material hätte ersetzen können. Aber Rückbau und Sanierung kommen erstmal nicht in Frage. Es muss irgendwie weitergehen ...



    ... und die - ja, sagen wir es ruhig: drohend in die Höhe sich reckenden Rutschelemente zeigen, wo es noch hingehen muss! Da kriegt man Lust, schlecht zu schlafen vor Sorge, dass die bunten Platten ausgehen! Nachkaufen ist ausgeschlossen. Nicht sowas!!



    Zwischendurch kann man mal einen Blick ins Innere werfen. Zu erkennen sind - und zwar nur aus dieser Perspektive, die dem Publikum versagt bleiben wird - dass ich innere Verstärkungen eingezogen habe. Damit werden die Säulen miteinander ziemlich stabil verbunden. Er soll ja was aushalten, der Rutschturm ...



    Ein Kreuz ist es im wahrsten Sinne auch, dass eine Schicht aus 6 Steinen plus einer Platte besteht, erzeugt durch die grauen SNOT-Konverter, die später die Figuren halten sollen. In den äußeren Bereichen ist das kein Problem. Aber das "Innenleben" muss auch mitwachsen. Was mache ich nun: Verballere ich auf 6 Schichten Steine mehrmals pro Säule je eine kostbare weiße 4x4-Platte oder baue ich so viele Schichten, dass je drei Platten einen Stein ergeben? Das heißt: Wie hoch darf dann die Säule wachsen, ohne instabil zu werden? Probleme, wohin man schaut! Dabei möchte man an einem gemütlichen Bau-Nachmittag, während es draußen regnet und drinnen hübsche Musik dudelt, doch eigentlich nur gemütlich bauen - und nicht Probleme wälzen. (Luxusklage, ich weiß.)



    Die Lücken in der Hinterwand sind inzwischen ausgefacht.



    Auch so ein Thema: Ein Säulenwald ist ja schön und gut, aber wenn beim Bau was runterfällt, kann ich zusehen, wie ich mit meinen breiten Pfoten das runtergefallene Steinchen da wieder rausklaube. Das Werkstück anheben und auf den Kopp stellen im Notfall verbietet sich, solange nicht das "Dach" Stabilität bringt.



    Aber was soll ich sagen: Alle Sorgen während des Bauens lösen sich einmal, und frisch und neu steht der Rohbau auf dem Tisch. Die bunten Platten sind auf einen zu vernachlässigenden Rest zusammengeschnurrt, alle "inneren" Probleme sind gelöst; nun kann es an die Verzierungen gehen.



    Was zum Beispiel mit diesen roten Flammen machen, die der rote Ninjago (ist es Kai? Ich weiß es nicht!) offenbar in seinen asbestbeschichteten Händen trägt? Auch von den goldenen Bommeln ( eines der bizarrsten Elemente, die die Firma je hervorgebracht hat, wie ich finde!) hatte ich noch einige in der Schachtel. Raus und ran an den Bau damit! Für Bling-Bling bin ich immer zu haben!!



    Wenn schon, dann intensiv!



    Klar erkennbar ist der Kontrast zwischen den "kahlen" Seitenwänden und der überladenen - nun ja: Prachtfassade.



    Ich könnte natürlich nun behaupten, in den Farbfolgen teile sich ein geheimer Code mit, den es zu entschlüsseln gelte.



    Mit den weißen Negativziegeln hatte ich übrigens Glück, dass noch so viele da waren. Jedenfalls, um die Seiten einheitlich zu füllen.



    An der Rückwand hingegen musste ich improvisieren und eine Alternative finden. Die überhaupt nicht auffällt, nach meinem Eindruck.



    Hier die Ausfachungen der Hinterwand im schönsten Gegenlicht ...

    Es folgen ein paar unkommentierte Eindrücke unmittelbar nach dem "Richtfest". Nur so kann ich meinen eigenen Bau überhaupt erst kennenlernen ...



    In der nächsten Fortsetzung geht es um den Gesamtbau mit beiden Etagen und das Befüllen der SNOT-Konverter mit dem "Personal". Und eine Krone muss ja auch noch drauf!


    Bleibt dran!


    Frohen Gruß

    Zypper

  • Bekommt man die Ecken wieder aus den Steinen heraus? :/


    Die bunte Fassaden ist so bunt, dass sie von weiter weg auch wieder gar nicht so bunt aussieht :D irgendwie cool!

    Ich nutze für die unfreiwillig in große Steine gerutschten Minnis immer einen Mikroschraubendreher.

  • Klar kriegt man die raus: Mit Geduld und Vorsicht. Hat bisher immer gut geklappt. Nur einmal hab ich beim Bau in ein MOC reingefallene Steine "aufgegeben" bis zum Abriss. War da die Wiedersehensfreude groß!


    In diesem Sinne

    Grüßle Zypper

  • Juhu und guten Abend,


    wie angedroht versprochen geht es nun darum, die SNOT-Konverter zu befüllen und dem Ganzen die Krone aufzusetzen.


    Da steht er nun in seiner vollen Pracht. "Hochzeit" sozusagen. Muss ich erwähnen, dass beide "Etagen" auch ohne Figuren sauschwer sind?



    Nochmal die Rückwand von vorne gesehen.



    Nun aber. Die Ninjago-Mann- und Frauschaft hat Stellung bezogen.



    Geht unten los und zieht sich bis nach oben hin. Reiner Zufall, dass ich sie farbsortiert angebracht habe.



    Das Bunte relativiert sich ein wenig, wenn vorn die Figuren hängen.



    Von manch reizvollem Kontrast ganz zu schweigen ...



    So, kommen wir nun zum "Dach". Denn so nackt wie auf der Ausstellung zu Speyer kann und darf das Türmle selbstverständlich nicht bleiben. Es folgt die Wiederaufnahme des bereits bekannten Motives mit den Säulen hinten und einer schiefen Ebene vorne.

    So schön weiß-blau kann mans machen ...



    Man sollte es aber nicht, wenn man noch farbenfrohe Ziegel sonder Zahl und Form im Depot hat ... und zwar nicht erst seit gestern.



    Schönes Beispiel dafür, dass ich beim Bauen-nach-Schnauze keinem, aber auch keinem Irrweg aus demselben gehe ...



    Kann mir mal eine(r) erzählen, was ich mit diesem Loch vorhatte? Eine Figur von hinten da durchwerfen? Witzig gebaut, ok. Aber Funktionalität gleich null. Daher - und außerdem war es schwarz. Das ist im Sinne dieses Turmes keine Farbe ...



    So. Fertig? Kein. Schein-Fertig. Das ist die Zeit, in der die Finger mit ihrer Arbeit durch sind und der Verstand langsam hinterherkommt. Was hast'n da gebaut? Soll das jetzt so bleiben?



    Ist es zum Beispiel so besser?



    Oder nicht besser so? (Eine nicht-repräsentative Umfrage unter nahen Vertrauten ergab: So lassen jetzt.)



    Kurze Zeit später waren Klunker- und Klinker-Kram angebracht, und wenige Tage darauf erschien auch schon das Filmteam. Sobald ich bei YouTube fleißig war und ein kleines Video mit der Funktionsweise des Turmes hochgefahren habe, trage ich den entsprechenden Link nach. Versprochen!


    Mit herzlichem Dank für die Begleitung durch diesen Beitrag und frohem Gruß

    Zypper

  • Du meinst nen Waffenschein 😁

    Oder so🤣

    Auf jeden Fall zu viele Kämpfer auf zu kleinem Raum 🤣

    Und ich dachte immer meine Tochter hat zu viele Lloyds und Co🤔 Nö, Andreas hat definitiv mehr 😃